´╗┐ MSC Adenau e. V.

MSC Adenau Nordschleife PUR



MSC Adenau e. V. im ADAC

News/ Berichte Sportjahr 2018

Fülles Motorsport - Klassensieg mit Hindernissen bei RCN 4

- der etwas andere Rennbericht -

Aus beruflichen Gründen, konnte die Vorbereitung des betagten Golf 2 GTI für den vierten Lauf der RCN, diesmal erst am Freitag Nachmittag vor dem Rennen stattfinden. Voller Tatendrang machten mein Sohn Lukas und ich uns ans Werk..

Da ich in RCN-Lauf Zwei und Drei mit merkwürdigen Aussetzern, jeweils ab der zweiten Sprintrunde zu kämpfen hatte, die sich genau bei 6100 Umdrehungen bemerkbar machten, lagen eine neue Intank Vorförderpumpe sowie eine neue Hauptspritpumpe zur Montage bereit.
Diese waren auch relativ schnell installiert und der Golf lief wieder.

Eine erste Testfahrt zeigte aber eine recht mangelhafte Leistung und wir fuhren den Golf wieder auf die Bühne..

Ein Kompressionstest ließ nichts gutes erahnen. Also begannen wir, den Zylinderkopf abzubauen.

Mittlerweile war es schon 19 Uhr und ein Großteil unserer RCN Kollegen standen mit ihren Fahrzeugen bereits bei der technischen Abnahme.
Nachdem der Zylinderkopf demontiert war schauten wir in vier Zylinder mit deutlichen Riefen durch Kolbenklemmer.

Obwohl ich den Motor in den vergangenen Rennen, sobald die Aussetzer kamen, nur noch bis 6000 u/min gedreht habe, muss er wohl deutlich zu mager und damit mit zu heißer Verbrennung gelaufen sein.

Da kein Ersatzmotor zur Verfügung stand, entschlossen wir uns zu einem Reparaturversuch..

Ölwanne runter .. Kolben raus und mit der Honmaschine in den Motorraum geklettert..
Bereits nach 0,01 mm waren die Riefen an den Laufbahnen fast komplett wieder verschwunden. Gegen 23 Uhr fanden wir das Ergebnis zufriedenstellend..

Zum Glück hatten wir noch ein paar alte GTI Kolben und neue Kolbenringe für diese, in der Ecke liegen. Also alles wieder zusammen geschraubt und gegen 1 UHR sprang das alte Motörchen auch sofort wieder an und lief vielversprechend im Stand.

Mittlerweile war schon der Renntag ( Nacht ) angebrochen...

In Windeseile bauten wir unser Breitband Lambda Messgerät ein und machten uns auf die Autobahn um den Motor wenigsten etwas einzufahren und die Werte zu checken.
Nach endlos scheinenden 200 Kilometern mit 100 k/mh änderten wir im – Saarland - angekommen, wieder die Richtungsseite der Autobahn und es hieß „ alles oder nichts „ - Vollgas !! -
Der Motor marschierte wieder hervorragend und zeigte auch hervorragende Lambda Werte.
Selbst nach 10 Kilometern Dauervollgas teilweise mit bis zu 6400 Umdrehungen blieb alles top..
Gegen 4 Uhr morgens war endlich Bettzeit angesagt.. nichts ging mehr.

Um 6 Uhr klingelte dann der Wecker.. °° welcher Vollpfosten hat das verdammte Teil eingestellt °° dachte ich als erstes und wollte mich gerade wieder umdrehen und weiter schlafen.

Dann fiel mir ein, das ja RCN - Renntag war und ich kletterte, mit nicht gerade unerheblichem Muskelkater von der Zylinderhonerei, aus dem Bett.
Also Klamotten an, Pavillon für die Boxengasse geschnappt und hoch an die T13 um ein hübsches Plätzchen für die liebe Crew bei dem gemeldeten, heißen Sommerwetter zu ergattern.

Zurück an der Halle hieß es noch, die letzten Handgriffe am Golf zu erledigen.. Beifahrersitz, Straßengurte, Serienlenkrad und Nummernschilder weg.. Rennteile einbauen und Lambdagerät entfernen.. Slickfelgen montieren und dann noch schnell unter die Dusche..
Um kurz vor 11.00 Uhr stand der Golf dann endlich im

historischen Fahrerlager.Gerade war ich den Autoanhänger am Parkplatz am abhängen, klingelte mein Handy..

Meine Frau ganz aufgebracht.. „die lassen dich nicht starten, du musst sofort zur Rennleitung, Papierabnahme durften wir nicht machen...“
Also flott das Zugfahrzeug auf den Parkplatz gebracht und im Schweinegalopp zum Rennleiter gerannt..
Nach 15 Minuten Diskussion und Gelöbnis zur Besserung, hatte ich dann die Freigabe zum Start.
Die technische Abnahme konnten wir als letztes Fahrzeug dieses Tages auch noch erfolgreich absolvieren.

Um 11:30 Uhr stand der Golf endlich in der Fahrzeug Voraufstellung inmitten der 5 Mitstreiter der Klasse F2 ..

Erst mal tief durchatmen, Rennklamotten an und ab zur Fahrerbesprechung.
Doch dann das nächste Problem.. in der ganzen Hektik den Rennanzug zu Hause vergessen..
Also zog ich die Jeans über die chice Nomex Unterwäsche und machte mich auf den Weg zur Fahrerbesprechung..

Unser Michi und meine Frau Vesna machten sich derweil auf den Weg um zu Hause meinen Fahreranzug einzusammeln...
Auch dieses Hindernis konnte mit Bravour beseitigt werden und so befand ich mich gegen 13 Uhr tatsächlich auf der Döttinger Höhe um bei hochsommerlichen Temperaturen in die Einführungsrunde auf der Nordschleife zu starten.

Der Golf lief eigentlich perfekt.. allerdings war mir nach dem Schaden nicht so ganz wohl in meiner Haut und ich legte mir selber eine Drehzahlgrenze bei 6400 u/min auf , um kein Risiko einzugehen.

Nach der zweiten Sprintrunde kam die Meldung aus der Boxengasse „ du liegst mit 3,2 Sekunden Rückstand auf P2... Platz 3 ist aber nur 0,2 Sekunden hinter dir... gib Gas „.
Zu diesem Zeitpunkt begann sich ein Ölgeruch im Innenraum breit zu machen.. die Augen brannten bereits und entgegen der Anweisung aus der Box nahm ich, wie in den Rennen zuvor, wieder Drehzahl raus.. ich wollte unbedingt einen Ausfall vermeiden.
Also schalten bei 6000 und irgendwie, so rund wie möglich fahren und überall so viel Schwung wie möglich mitnehmen.

Mir gelangen bei, erstmals in dieser Saison herrlich, freien Runden, trotz der Frühschalterei noch drei gute Runden mit 8:55 – 8:54 – 8:54 in deren letzter ich allerdings noch Leon Harhoff im Opel Astra GSI aus meiner Klasse passieren lassen musste.
Die Sollzeit passte im Anschluss perfekt und mit weit geöffnetem Fenster begab ich mich in die Boxenrunde um die tränenden Augen etwas zu beruhigen.

In der Box wurde vom Team eine minimal schwitzende Ventildeckeldichtung, die ihre Ausgüsse genau auf dem Abgaskrümmer verbreitete festgestellt, welche durch nachziehen der Schrauben auch weitestgehend wieder dicht wurde.
Es wurde etwas Öl nachgefüllt, getankt und an mich als Fahrer konkrete Anweisungen ausgegeben:

„ gib endlich Gas, du liegst nur noch auf Platz 3 „.

Ich nahm die Anweisungen sehr ernst und erhöhte Drehzahl und Tempo immer mehr.. in den letzten beiden Runden bewegte sich der Zeiger des Drehzahlmessers fast kontinuierlich im mittleren Bereich der Tankanzeige und die Rundenzeiten kamen auf zwei fast identische 8:43 Min.

In der Auslaufrunde kam dann die erlösende Nachricht..
„ P one – good job Olli „

An dieser Stelle vielen Dank an alle,die dieses etwas wahnsinnige Ergebnis möglich gemacht haben.. Lukas für die Schrauberei und Fahrerei fast durch die ganze Nacht und der perfekten Boxenarbeit, meiner Frau Vesna für die ganze Hilfe drumherum, den perfekten Funkverkehr und das Anfeuern sowie Felix, Michi und Daniel für die außergewöhnlich Hilfe in allen Situationen...

Viele Grüße an alle RCN-ler,

Oliver Füllgrabe


2. Platz für Oliver Füllgrabe mit seinem Golf II in der Klasse F2



Am Samstag den 09.06. fand der dritte RCN Lauf der Saison wieder zu gewohnter Zeit und normalen Bedingungen statt.
Erneut füllten 175 Fahrzeuge das Starterfeld und zeigte ein weiteres Mal die Beliebtheit der Rennserie.
Schon bei der technischen Fahrzeugabnahme im historischen Fahrerlager, zeigte sich am Samstagmorgen, wie voll das Feld werden würde.

Pünktlich um 12:30 wurde der Start bei sommerlichen Temperaturen vor der Tribüne 13 freigegeben und die erste der drei Startgruppen setzte sich in Bewegung, in ihre Einführungs- und gleichzeitig auch Setzzeitrunde über die 20,8 km der Nordschleife.
Oliver Füllgrabe war mit seinem Golf wieder in der Klasse F2 am Start. Mit 7 Fahrzeugen war die Klasse diesmal nicht ganz so voll wie beim zweiten Lauf. Neben vier Fahrzeugen des Typs BMW e36 – 318is/ti war noch ein Opel Astra GSI und ein Seat Ibiza Cupra mit von der Partie.

Wieder ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Für die Teilnehmer war es ein schwieriges Rennen. Besonders kompliziert war das Einhalten der beiden Setzzeitrunden.

 

Da ausgerechnet der letzte Streckenabschnitt von der Rennleitung ab dem Abschnitt Antoniusbuche bis zur Hohenrain Schikane wegen erheblicher Leitplankenschäden bis zum Rennende unter Gelb und Code-60 gesetzt werden musste.
Da es unvorhersehbar war, wie sich vor einem fahrende Teilnehmer verhalten würden und in welchem Tempo Unfall und Schadenstelle passierbar war, war es ein Glücksspiel ohne Strafpunkte die Sollzeiten einzuhalten.
In den beiden Sollzeiten handelte sich Oliver 21 Sekunden Strafzeit ein und er bekam zu seinen Sprintrunden 210 Sekunden Strafe aufgebrummt. Beim Boxenstopp erfuhr er von dem Malheur und das er dadurch von Platz 2 auf Platz 5 zurückgefallen war.
Entsprechend hochmotiviert ging er nach dem Boxenstopp in die letzten vier Sprintrunden. Mit hohem Einsatz gelang ihm, trotzt der langen Bummelphase auf der Döttinger Höhe mit 9,23 Minuten noch die schnellste Runde der Klasse.

Bei der Siegerehrung konnte anschließend doch noch der Pokal für den 2. Platz in Empfang genommen werden.


RCN Lauf 3 #239 Achim Feinen und Jürgen Klatt



Erschöpft aber zufrieden... Platz 4 ist es geworden. Eine heiße Veranstaltung, nicht nur in Bezug auf die Außentemperaturen verhieß der RCN Lauf 3 zu werden.

Achim Feinen und Jürgen Klatt konnten in der mit 7 Fahrzeugen besetzten F2 den BMW 318is vom super4racing Team auf den vierten Platz steuern. Achim fuhr den ersten Turn und seine Setzrunde war vergleichsweise entspannt. Ab Runde zwei machte sich die Größe des Starterfelds aber in vielen Überholmanövern bemerkbar. Ein heftiger Unfall im Tiergarten sorgte für eine sehr lange anhaltende Doppelgelb bzw. Code60 Phase wodurch an wirklich schnelle Zeiten leider nicht zu denken war.

Achim lieferte sich einige schöne Kämpfe mit anderen Teilnehmern die teilweise schon hart, aber doch in den meisten Fällen sehr fair verliefen. In der RCN wird ja grundsätzlich gegen die Uhr und nicht gegen einen direkten Gegner auf der Strecke gefahren. Die Bestätigungsrunde wurde von ihm, obwohl immer noch die Code60 im Tiergarten war, perfekt getroffen, wodurch die Basis für die gute Platzierung weiter gefestigt werden konnte und Achim übergab den Wagen zur Halbzeit auf Position zwei in der Klasse an seinen MSC-Adenau Fahrerkollegen Jürgen.

Für Jürgen hieß es dann anschnallen, Trinksystem und Funk
anschließen, zeitgleich noch Infos von Achim zum Zustand aufder Strecke und los zu seiner ersten Teilnahme im Rahmen der RCN.
Er konnte sich schnell auf den für ihn bis dahin unbekannten Wagen einschießen und Jürgen hat es geschafft die Zeit in der Bestätigungsrunde zu treffen und somit ebenfalls keine Strafpunkte für das Team zu kassieren. Für einen „Neuling“ ist nicht unbedingt selbstverständlich.

Ein paar andere Mitstreiter waren im zweiten Turn noch erwartungsgemäß schneller unterwegs so dass die beiden am Ende auf Platz 4 von 7 Startern im Ziel gewertet wurden.
Damit ist das kleine Privatteam aber super zufrieden und man kann auf dieser soliden Leistung aufbauen.

Da es ja noch ein paar mehr Teilnehmer vom MSC Adenau gibt, wurde auch eine Mannschaftsnennung abgegeben. Es können bis zu 5 Autos dort genannt werden, die besten 3 Ergebnisse werden gewertet. Die Mannschaft „MSC Adenau“ erreichte beim RCN Lauf 3 den vierten Platz in der Mannschaftswertung.

Der nächste Lauf zur RCN findet am 14.07.2018 auf der Nordschleife statt und das super4racing Team freut sich jetzt schon drauf, dann wieder am Start zu sein. Vielleicht ist der ein oder andere vom MSC ja an der Strecke.



MSC Pilot Oliver Füllgrabe mit dem Youngtimer bei der RCN am Start.



MSC Mitglied, Oliver Füllgrabe setzt den roten Golf 2 GTI nun schon seit dem Jahr 2006 in der RCN ein.

Bei RCN-Lauf 2 im Rahmen des 24h Rennens 2018, startete er in der mit 13 Fahrzeugen sehr stark besetzten Klasse F2 für seriennahe Fahrzeuge.
Pünktlich um 8 Uhr am Donnerstagmorgen, fiel die Startflagge für das erste Rennen des langen 24h Wochenendes. Mit 175 Fahrzeugen war die Nordschleife laut Streckenprotokoll voll ausgelastet.

Zwar hatte der Sommer eine Auszeit genommen, die Temperaturen sehr niedrig und der Himmel stark bewölkt, blieb es über den gesamten Rennverlauf glücklicherweise trocken.
Zahlreiche Unfälle und Ausfälle prägten das Renngeschehen und machten ein sauberes Durchkommen sehr schwierig. Ständig galt es hoch wachsam zu sein und die Gelb- und Code-60 Phasen zu realisieren und trotzdem möglichst wenig Zeit zu verlieren.

 

Oliver bewegte den 28 Jahre alten Golf in den ersten Runden noch etwas behutsam über die Nordschleife. Es galt das Fahrzeug und den Fahrer nach der arbeitsbedingt, verlängerten Winterpause und dadurch Einstieg in die Saison zum zweiten Lauf, erst mal vom Rennrost zu befreien.
Interessante Kämpfe mit Mitstreitern aus der der eigenen Klasse, motivierten den Golffahrer zu einer immer härteren Gangart.
Runde für Runde wurden die Zeiten stärker und reichte in der letzten, endlich auch mal relativ freien Runde, zu einer Rundenzeit von
8:57 min. Das war zugleich auch die schnellste Runde, die mit dem Golf in den letzten 12 Rennjahren auf der Nordschleife je erreicht wurde und ließ die Vorfreude auf den nächsten Lauf noch größer werden.

Von den 175 gestarteten Fahrzeugen kamen 140 in Wertung. In der Klasse F2 erreichte Oliver den 3. Platz.


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