MSC Adenau e. V.

Opel Calibra Rollout

Geschrieben von user mm am 21.04.16 um 12:45 Uhr • Artikel lesen

Ein wiederbelebter Klassiker erobert die Nordschleife
Nachwuchsrennfahrer Marcel Müller über seinen lang gehegten Traum – Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

Hochgeladene BilddateiNürburgring. Nein, von einem Oldtimer ist der Opel Calibra noch ein paar Jahr entfernt, dennoch zählt er bereits jetzt schon zu den Klassikern der Neuzeit. Der Calibra wurde neben der Straßenvariante auch als Rennfahrzeug sehr erfolgreich in der DTM, ITC sowie in der VLN und 1999 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring zu Marketingzwecken anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Opel außerhalb der Wertung auf dem Nürburgring eingesetzt. Auch der 22-jährige Nachwuchsrennfahrer Marcel Müller vom MSC Adenau ist der markanten Kultmarke mit dem Blitz verfallen. Er betreibt nunmehr seit mehr als 10 Jahren aktiv Motorsport mit Unterstützung des MSC-Adenau. Angefangen vom Kartsport im Jahr 2006 hinweg über die Gleichmäßigkeitsprüfung GLP und der Rundstreckenchallenge Nürburgring (RCN) bis hin zur VLN-Langstreckenmeisterschaft im vergangenen Jahr 2015 hat sich der gebürtige Mannebacher Marcel Müller die nötige Rennfahrerpraxis sukzessive angeeignet um damit Stück für Stück dem Ziel 24h-Rennen auf dem Nürburgring näher zu kommen.

Der gelernte Automobilkaufmann und derzeitiger Student an der Hochschule Koblenz für Business Administration fährt seit Anfang des Jahres 2014 für das Team TJ-Racing Team. Das privat geführte Team um Teamchef Tobias Jung setzt sehr erfolgreich einen Opel Astra F GSi in der RCN und auch in der VLN ein. Für die Saison 2016 entschloss sich das Team einen Opel-Calibra DTC aus der ehemaligen Deutschen Tourenwagen-Challenge in die Flotte mit aufzunehmen. Die Lackierung wurde in den original Opel-Motorsportfarben wie auch bei dem Opel Astra F GSi angepasst sowie das Fahrzeug komplett restauriert und für den Renneinsatz auf der Nordschleife wieder fit gemacht. Den ersten Saisonlauf der VLN nutzte das Team um das Fahrzeug unter Rennbedingungen zu testen um für das Saisonhighlight, das 24h-Rennen (26.05.– 29.05.2016), optimal gerüstet zu sein. Dabei kommt es dem Team beim 24h-Rennen hauptsächlich darauf an, das Auto heile ins Ziel zu bekommen. Zudem ergänzt Müller, sei das Ziel für ihn persönlich Hauptsächlich in Wertung zu kommen. „Eine Position in den Top 100 mit mehr als 100 gefahren Runden beim Langstreckenklassiker wäre schon perfekt – damit würde ich mir das Ziel, was ich mir vor einigen Jahren gesetzt habe, erreichen.“

Hochgeladene BilddateiIm Rennverlauf selber übernahm Marcel Müller als dritter Fahrer das Cockpit – bis auf einen leichten Kontakt mit einem der Kontrahenten an der Fahrerseite gab es sonst keinerlei technische Probleme. Dabei ging jedoch der aussichtsreiche zweite Platz in der Klasse H2 verloren. Auch schon beim Training am Morgen gab es eine Berührung mit einem anderen Fahrzeug vorne links an der Frontschürze, die aber keinerlei Auswirkungen auf das Rennen hatte. Bei dem für die kommende RCN-Saison zu Testzwecken spontan eingesetzten Opel Astra F GSi taten sich im Rennverlauf allerdings Probleme mit der Gangschaltung auf, die zwar von den Mechanikern behoben werden konnten wobei das Auto aufgrund der langen Reparatur allerdings nicht in mehr in die Wertung kam. Marcel Müller, der nach seinem Turn das Steuer an den Fahrerkollegen Tobias Jung übergab, wechselte anschließend für die letzten drei Rennrunden auf den Astra. Der Calibra wurde in der Klasse H2 hinter einem VW Jetta 16V auf der dritten Position gewertet. Klassensieger wurde der Opel Manta unter anderem mit Opel-Motorsportchef Volker Strycek am Steuer. Insgesamt betrachtete das Team das Rennen als einen gelungen Testlauf für die beiden Fahrzeuge an und ist sehr zuversichtlich für den weiteren Verlauf in der noch jungen Saison.

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(Text: Florian Hanf, n1927.de)

(Bild: Patrick Funk, vln-pix.de)

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